Ist die Profitgier der Pharmaindustrie größer als der Heilungsauftrag?

by admin on 29. April 2010

Ein vielversprechendes Medikament wollen die Pharmakonzerne verhindern. Hierbei handelt es sich um eine neu entwickelte Salbe für Hauterkrankungen. Ärzte und Wissenschaftler haben festgestellt, dass vielen Patienten geholfen werden könnte, wenn man sie mit der Spezial-Salbe behandeln würde. Doch die großen Arzneimittelhersteller weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen.

Profit mit Mädchenhandel 01

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carolus 29. April 2010 um 06:26

Die Profitgier ist leider immer größer, als der Wille zu helfen.

aaaaarggghhhhh 29. April 2010 um 07:00

Die Pharmaindustrie hat keinen Heilungsauftrag. Die Pharmaindustrie hat einen Gewinnmaximierungsauftrag ihrer Aktionäre. Das ist leider die Realität…

schuerzengina 29. April 2010 um 07:12

die pharmandustrie ” heilt ” am liebsten ihre gewinne und ihre monopolstellung

--TR-- 29. April 2010 um 07:22

Gewinnmaximierungsauftrag ihrer Aktionäre
auch als
DAX bekannt

Knappe 29. April 2010 um 08:20

Die versuchen immer den Maximalprofit zu erreichen. Das gelingt aber nur dort, wo der Wettbewerb verzerrt und ihnen dabei geholfen wird. Schau mal nach, in welchen Ländern die Medikamente am teuersten sind.
Als ich von meiner Auslandstätigkeit zurück kam, war ich über die Medikamentenpreise in Deutschland erschüttert.
Das was du schreibst, ist typisch. So muss man immer wieder andere Salben kaufen und probieren, wo es vielleicht die Eine getan hätte.
Mit Heilauftrag hat das kaum noch etwas zu tun.

Zerberus, ® 29. April 2010 um 09:05

auch die Ärzte haben ihre “IGeLleistungen” die etwas bringen, nämlich Geld in die Kasse…

♘dejaymike♞zen♘master♞ 29. April 2010 um 09:14

Meine Meinung dazu ist: Auf jeden Fall! Traurig daß man solche Fragen stellen muß! Meine Achtung für Deine gute Wahl der Frage! Ja mit Gesunden läßt sich scheinbar nichts verdienen.

Nerestro 29. April 2010 um 09:55

Die Profitgier ist immer größer als das Interesse an die Gesundheit der Kunden. Was würde den passieren, wenn alle Gesund wären? – Diese mächtige Industrie würde dann kein Geld mehr machen, und dass ist in jedem Fall nicht in ihrem Interesse.

Unten habe ich einen Link zu einer Kurzfassung der Rede eines Doktoren beigefügt, die gut zu dem Thema passt. Anscheinend wurden früher schon für das Geschäft Menschen getötet und Kriege provoziert. Diese grausige Profitgier ist auch heute noch an der Macht.

Freitag 29. April 2010 um 10:37

Ach was,hat die Pharmaindustrie einen Heilungsauftrag?
Und ich dachte immer,sie sei dazu aufgestellt,
die Drei-Klassen-Medizin entsprechend kenntlich zu verpacken.

Heinz, der meistens Glückliche 29. April 2010 um 11:13

Ich glaube kaum, dass man als Pharmakonzern eine voraussichtlich erfolgreiche Arznei verhindern will. Denn gerade solche kann besonders viel Profit bringen (z.B. Viagra, Tamiflu), also nehme ich an, dass dieses Produkt noch nicht ganz ausgereift ist und die Ärzte zu wenig, bzw. nur theoretisch über möglich Wirkungen informiert sind.

Die andere Seite kann sein, dass dieses Produkt andere ersetzen könnte, bzw. man alternative Produkte auslaufen lassen muss, weil sie nach Einsatz dieses neuen Produkts zuwenig Gewinn bringen.

Cassandra 29. April 2010 um 12:06

Ein vor mehr als 100 Jahren entdecktes, hervorragend wirken-
des Herzmedikament war bis in die 80er Jahre des vorigen
Jahrhunderts sowohl in der Notfallmedizin und auf Intensiv-
stationen der Krankenhäuser als “lebensrettend” bekannt.

Es hat allerdings den Nachteil, dass es – serienmäßig
hergestellt – sehr billig ist.

Fast jeder herzkranke, ins Krankenhaus eingelieferte Patient
erhielt meist als erste Maßnahme eine i.v.-Injektion dieses
Mittels.

Seit geraumer Zeit müssen alle Medikamente, auch
altbewährte, zuverlässige und nebenwirkungsfreie oder neben-
wirkungsarme Medikament neu zugelassen werden.

Diese gesetzlich vorgeschriebene Neuzulassung verursacht
für jedes Medikament Kosten in Millionen-Euro-Höhe. Das
wirkt sich natürlich auf die Kosten der Medikamente aus.

Warum trotzdem viele deutsche Medikamente im Aus-
land wesentlich billiger sind als in der BRD – das ist
eine interessante Frage.

Viele Hersteller scheuen diese Kosten für die so genannte
vorgeschriebene “Doppelblindstudie”, bei welcher eine oder
mehrere Gruppen von Testpersonen das Medikament selbst
und andere ein Placebo erhalten.

Die Kosten für den Wirkstoff des fraglichen Herzmedikaments
betragen nur wenige Cents pro 0,25-mg-Ampulle, daran läßt
sich so gut wie nichts verdienen, so dass die Kosten für die
gesetzlich verordnete Neuzulassung nicht wieder hereinkommen..

Als Folge dessen verschwand das Medikament für einige Zeit
fast völlig vom Markt.

Von früher 5 oder 6 Herstellern gibt es nur noch einen einzigen,
der noch Tabletten zum Einnehmen herstellt – es ist problema-
tisch, noch die nach Ansicht mancher Ärzte wirksameren Am-
pullen für i.v.-Anwendung zu beschaffen.

Man versucht sogar, das Medikament durch unlautere Metho-
den völlig vom Markt zu verdrängen.

Es sollen auch Lobbyisten der Pharmaindustrie zeitweise im
Gesundheitsministerium bei der Abfassung von gesetzlichen
Vorschriften “behilflich” gewesen sein.

Die Vorschriften über die Neuzulassung von Medikamenten
hatten zur Folge, dass Mittel in der Größenordnung von 10 000
vom Markt verschwanden – darunter sehr viele, die seit Jahr-
zehnten als wirksam und zuverlässig und preiswert bekannt
waren.

Die mysteriösen Umstände, wie das fragliche Herz-Medi-
kament verschwand, beschreibt der Wissenschafts-Jour-
nalist Volkmar Schwabe in einem Artikel mit dem Titel:

“Strophanthin – das vergessene Medikament” – siehe

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,645777,00.html

el realizador de sus sueños 29. April 2010 um 12:58

nicht nur das . es wurde hinlänglich auch bekannt, dass die Pharmaindustrie Provisionen an Ärzte verteilt , wenn Sie ein bestimmtes Medikament verschreiben. So ist es auch mit Erfindungen. Evtl heilt die Salbe zu schnell und deswegen ist soetwas unrentabel. mfg wolfgang

Verena G 29. April 2010 um 13:53

Die Aussage Deiner Frage kann man so – leider – unterstreichen…

DR Eisendraht 29. April 2010 um 14:47

Pharmakonzerne sind gewinnorientierte Gewerbeunternehmen. Nicht anders als jede Ich-AG auch.

Klaus 29. April 2010 um 15:03

Leider ist das so. “Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen”, so steht es in unserem Grundgesetz. Das ist oft nicht mehr als ein frommer Wunsch.

avalon 29. April 2010 um 15:07

Du hast leider recht. Die Profitgier wird von politischer Seite her gedeckelt,der Kapitalismus macht in diesem Staat ,was er will,da er absolute Handlungsfreiheit hat.

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